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kurz bemerkt

„Wege entstehen dadurch, dass man sie geht“ Franz Kafka


Evangelische Kirche in Hermannstadt – einsturzgefährdet!

Wie uns von Seiten der Evangelischen Kirchenbehörde Hermannstadt mitgeteilt wurde, besteht Einsturzgefahr im Dachstuhl der Evangelischen Kirche über dem Mittelschiff und der Sakristei. Von den Gewölberippen sind bereits öfters Mörtelstücke auf die Emporen und in den Kirchenraum gefallen.

Grund für diese Unzulänglichkeiten sind fehlerhafte Konsolidierungsmaßnahmen im Laufe der Jahrhunderte, die von Generationen von Zimmerleuten bei Instandhaltung und Reparaturen durchgeführt wurde, die den heutigen Bedürfnissen der Statik und Tragfähigkeit nicht entsprechen.Eine Untersuchung einer Firma aus Klausenburg stellte diese Mängel fest, welche von einem deutschen Bautechniker nochmals überprüft und, mit kleinen Abweichungen, in seinen großen Zügen bestätigt wurde.

Um diese Schäden zu beheben soll ein Gerüst, im Inneren, das Mittelschiff der Kirche absichern, wonach mit den Arbeiten am Dachstuhl und an den Gewölberippen begonnen werden kann. Insgesamt handelt es sich um eine Aktion, die sich über mehrere Jahre hinziehen wird, aber unbedingt notwendig ist, um diesen sakralen Bau, welcher einer der wertvollsten Baudenkmäler des Landes ist, zu retten. Die Kirche ist eine interessante Mischung von Basilika und Hallenkirche, mit einmaligen Bauteilen von tragenden Strukturen. Die Erhaltung dieser denkmalpflegerischen Werte, einmalig auch als Konzeption, Technik und Technologie ist verpflichtend. Der spätromanische Dachstuhl aus dem 15.Jahrhundert, ist der älteste bekannte Dachstuhl im Land. Das Renaissance-Ensemble des Dachstuhls über dem Südschiff ist einmalig in Südosteuropa und stammt aus dem 16.Jahrhundert.                   
Die Decke ist durch die Setzungen des Dachstuhls in einen Grenzzustand der Statik und Stabilität gelangt, ist mit starker Rissbildung gezeichnet und durch die kleinste seismische Aktivität kann der Kollaps eintreten.

Die sofortigen Eingriffsmaßnahmen, welche in verschiedene Phasen aufgegliedert sind, stellen Kosten von mehreren hunderttausend Euro dar und sollen durch Sponsoren und Spenden beschafft werden.

Im Ausland lebende Landsleute, welche sich an Spenden beteiligen wollen, sind gebeten, diese auf das Konto 651900018, bei der Südwestbank Heilbronn, BLZ 600 907 00, unter dem Kennwort „Kirche“ einzuzahlen. Spendenbescheinigungen werden auf Wunsch ausgestellt. Die Heimatgemeinschaft der Deutschen aus Hermannstadt e,V., der Verein der im Ausland lebenden Hermannstädter, hofft, dass sich viele Spender melden werden, so wie es im Jahre 1984 der Fall war, als die Neugestaltung des Daches mit bunten Ziegeln, zu einem großen Teil durch Spenden unserer Landsleute bestritten werden konnte.

Jürgen Schuster

 

 

 
 
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