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kurz bemerkt

„Mach die Dinge so einfach wie möglich – aber nicht einfacher“ (A. Einstein)


Das 4. Hermannstädter Treffen in Landshut

Zwischen dem 11.-13.09 09 fand in Landshut das 4. Hermannstädter Treffen, insgesamt das 14.Treffen (davon 10 in Dinkelsbühl) statt.

Dieses gab wieder einmal Anlass, dass die ehemaligen Einwohner Hermannstadts sich mit Freunden, ehemaligen Nachbarn, Schul- und Arbeitskollegen treffen konnten. Leider nahmen viel zu wenige diese Gelegenheit wahr, was bei den Organisatoren, die eine riesige Vorarbeit geleistet hatten, sehr bedauerten. Schätzungsweise 400 Personen kamen am Samstag, dem Haupttag der Begegnung, nach Landshut, obwohl die Lage für die Hermannstädter aus München, Regensburg, Ingolstadt (um nur einige Städte zu nennen) günstig für eine kurze Anreise war um am Abend wieder nach Hause fahren zu können. Die anderen Hermannstädter, die viel weiter im Bundesgebiet wohnen, bedauern, dass die Entfernung zu groß ist, um am Treffen teilzunehmen.

Das Treffen war sehr gut organisiert und der Ablauf, sowie das Programm hervorragend, sodass diejenigen, die hätten kommen können und nicht kamen, nur bedauern können, nicht dabei gewesen zu sein.

Am ersten Tag gab es in der Volkshochschule wieder die obligate Mitgliederversammlung, bei der nur 57 Personen teilnahmen. Die Rechenschaftsberichte legte der Präsident der HDH, Jürgen Schuster, die erste stellvertretende Vorsitzende Dagmar Zink, der zweite stellvertretende Vorsitzende Christian Reinerth und die Schatzmeisterin Marianne Hügel ab. Nach weiteren Punkten der Tagesordnung  (u.a. auch die Reise nach Hermannstadt zu der 9 Begegnung auf dem Huetplatz im kommenden Jahr), kam es zum gemütlichen Teil des Nachmittags, zu einem Häppchenessen, welche die HDH den Teilnehmern gespendet hatte. Die Bilder im Anhang zeigen einige Schnappschüsse von dem „Gelage“. Am Abend in der „Goldenen Sonne“ gab es Abendessen und Tanz bis spät vor Mitternacht.


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Am zweiten Tag eröffnete der Info-Stand das Programm mit den Bilderausstellungen. Es waren Gemälde von 5 Künstlern zu sehen, die alle aus Hermannstadt stammen, von denen aber nur eine Künstlerin, Karin Braun, - die nicht anwesend war- Malerin von Beruf ist. Die anderen Aussteller heißen Gudrun Scheiber, Carmen Renner, Dr. Dr. Walter Roth und Hans-Martin Sonntag. Außerdem waren mit Bücherverkauf anwesend die Erasmus-Buchhandlung aus Hermannstadt und der Buchversand Südost aus Erlenbach.

Beim Infostand wurden Abzeichen verkauft, die den Hermannstädtern angeboten wurden, damit sie bei allen Veranstaltungen gratis Eintritt erhalten, Aufkleber, Ansichtskarten, Infomaterial u.a.
Um 11 Uhr begann der Festakt im Prunksaal des Rathauses, welcher der Höhepunkt der Veranstaltung war. HDH-Präsident Jürgen Schuster begrüßte die Anwesenden, genau wie OB Landshuts Hans Rampf und die Generalkonsulin Rumäniens Brandusa Predescu. Die Festrede hielt Frau Barbara Stamm, die Präsidentin des Bayerischen Landtages.

Das kulturelle Programm der Veranstaltung war sehr bunt, gut ausgesucht und von hervorragender Qualität. Der Kammerchor „Quodlibet“ der Städtischen Musikschule Landshuts unter der Leitung von Grete Csibi brachte verschiedene Stücke zum Vortrag, die alle sauber und von hoher Qualität dargeboten wurden. Man bekam zu hören Lieder aus dem deutschen Liedschatz, aus dem Musical „Porgy and Bess“, vom schlafenden Löwen, aber auch in rumänischer und ungarischer Sprache und in siebenbürgisch-sächsischer Mundart.

Der Kinder- und Jugendchor der Städtischen Musikschule. Landshut, auch unter Leitung von Frau Grete Csibi, brachte Fragmente aus dem Märchen-Musical „Ngoma-Bär“ von Veronika te Reh und Wolfgang König. Es war ein bezaubernder Auftritt, da auch die Kinder in den Kostümen der verschiedenen Tiere auftraten.

Eine Gruppe von Schülern des Brukenthal-Gymnasiums, die aus der Heimatstadt angereist waren, spielte eine Szenette „Schule früher und heute“. In der Gruppe der Schüler, die das Schulwesen von früher zeigte, ging es schön gesittet und diszipliniert um, in der Gruppe, die das heutige Treiben in der Schule darstellte, chaotisch, ohne Ordnung und ohne Respekt den Lehrern gegenüber.

Ein Klavierprogramm von Dr. Verena Meier-Eroms, Lehrerin an dem Leinberger-Gymnasium Landshuts rundete das Programm ab. Sie spielte „Phantasie“ von Wolfgang Amadeus Mozart und „Nocturne“ von Frederic Chopin.

Die Schlussworte sprach Dr. Klaus Wegmann, Vorstandsvorsitzender des Freundeskreises Landshut-Sibiu/Hermannstadt.
Am Ende der Vorstellung übergab Jürgen Schuster an Frau B. Stamm , Frau B. Predescu und Herrn H. Rampf je ein Buchgeschenk, als Erinnerung an diesen Tag.
Im Foyer des Rathauses gab es einen Sektempfang, gestellt vom Rathaus Landshut. Dabei hörte man nur lobende Worte über die Güte des dargebotenen Programms.
Zu Mittag bewirtete die Kreisgruppe Landshut im Hof der St. Martins-Schule die Teilnehmer am Treffen mit Mici, Getränke, Kaffe und Kuchen. Dazu spielte die Blasmusik. Kreisgruppenvorsitzender Werner Kloos begrüßte die Anwesenden und wünschte gute Unterhaltung. Jürgen Schuster, sowie Bundesvorsitzender des Verbandes der Siebenbürger Sachsen, Dr. Bernd Fabritius bedankten sich für die gute Veranstaltung und die dargebotene Bewirtung.

Am Nachmittag gab es in der VHS einen Diavortrag „Nostalgische Wanderung durch das Zibinsgebirge“ von Michael Kapp. Die Bilder, von hervorragender Qualität, entführten uns in die vertraute Umgebung von Zood, Prejbe Cindrel u.a., Wege auf denen wir auch früher gewandelt waren. Es war wirklich Nostalgie.

Ein weiterer Programmpunkt an diesem Nachmittag war das Orgelkonzert für 4 Hände und 4 Füsse dargeboten, in der Christuskirche, von Ilse Maria Reich und Ernst Heinrich Chrestel. Es ist eine seltene Musikdarbietung dieser Art, welche da zu hören war. Es gab Werke von Wolfgang Amadeus Mozart und Adolf  Friedrich Hesse und diese stellten fast ausschließlich Variationen über ein Thema, aber auch Fugen dar.

Am Abend gab es den üblichen Herbstball im Redoutensaal der Festsäle „Bernlochner“. Bei Speise und Trank und viel Tanz, gab es einen schönen Abschluss diese ereignisreichen Tages. Die Tombola, welche zum ersten Mal von Dagmar Zink und Marianne Hügel organisiert war, brachte neben einigen Nieten auch viele Gewinne, davon die Hauptgewinne ein Gemälde, einen Fresskorb und eine Torte.

Am Sonntag beim Gottesdienst predigte Pfarrer Christian Reich, Orgel spielte Ilse Maria Reich und die Bibelworte las Ute Albrich, alle drei Hermannstädter. So nahm das Treffen ein Ende in der Kirche auch mit Personen aus Hermannstadt.
Jürgen Schuster

 

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