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kurz bemerkt

ein ungeheures Glück, wenn man fähig ist, sich zu freuen“.(George Bernhard Shaw)


Fotografische Dokumentation des Evangelischen Friedhofes in Hermannstadt abgeschlossen.

Zum Unterschied von dem größten Teil der deutschen Friedhöfe Siebenbürgens ist der Friedhof Hermannstadts ein städtischer Friedhof und enthält Gräber aller Konfessionen. Der größte Teil entfällt auf die evangelischen Gräber und dieser Teil des Friedhofes wird mit dem Buchstaben A gekennzeichnet. Das Feld B enthält Gräber der römisch-katholischen Konfession, C Griechisch-Katholische,  D Griechisch-Orthodoxe, E Reformierte, F Israeliten und  G Konfes-sionslose..

Der vorwiegende Teil des evangelischen Friedhofes befindet sich in einer Heckenumzäumung und enthält Grabfelder verschiedener Größen. Im Zentrum dieses Teiles des Friedhofes befindet sich ein bogenförmiges Mauerwerk, welches mehrere Grüften enthält. Links von diesem Gebäude befinden sich die Grabfelder mit ungeraden Zahlen und rechts davon die mit geraden Zahlen. Das Feld, auf welchem die Grüfte liegen wird in dem Friedhofsregister mit A-1 bezeichnet, die ungeraden Zahlen gehen von A-3 bis A-71 und die geraden von A-2 bis A-62..Jenseits der Hecke sind im Teil A Felder mit der Nummer 101-127 enthalten.
In der fotografischen Dokumentation sind nur die Felder innerhalb der Hecke erfasst worden. Die restlichen Felder, jenseits der Hecke benötigen eine weitere fotografische Aktion.

Bei der fotografischen Erfassung, welche in 3 Etappen (im Mai und Oktober 2009 und Juli 2010) durchgeführt wurde, hatte man zu Beginn der Aktion zuerst aus den Friedhofsregistern die Gräber herausgesucht und dann in dem betreffenden Feld das Fotografieren durchgeführt. Dabei stellten sich aber enorme Schwierigkeiten heraus, denn es gab in der Realität nicht eine permanente Übereinstimmung mit dem Register. Viele Gräber waren praktisch nicht vorhanden, sondern nur Grasflächen zu sehen, Gräber nur mit Umrandungen ohne Steine, oder mit Steinen ohne Inschriften (teils verwittert, teils die Marmorplatten fehlend), Bäume oder Hecken vorhanden, die nicht dem betreffenden Platz in der Reihe zugeordnet werden konnten und so wurde beschlossen (auch aus Zeitgründen, bei der großen Anzahl der zu fotografierenden Gräbern) die Aktion zu vereinfachen. Es wurden in dem betreffenden Feld und den betreffenden Reihen nur die Gräber fotografiert, die gut zu identifizieren waren und die für spätere Forschungen brauchbar sind. Zu dem Zwecke einer guten Erfassung der Gräber wurden diese zuerst von Moos, oder anderen Verunreinigungen befreit, die Steine von Efeu oder zugewachsenen Hecken freigelegt und die Inschriften so gut wie möglich leserlich gemacht. Dann wurde eine Generalansicht des Grabes fotografiert und anschließend der Grabstein, mit den Inschriften. Im Falle mehrerer Steine. oder Platten wurden bei dem betreffenden Grab extra Bilder durchgeführt und  diese auch im Text wiedergegeben.

Für die Forschung ist die Lage diese Gräber genügend gekennzeichnet (Feld und Reihe) und die numerische Zuornung kann aus dem Friedhofs- und Namensregister, welches sich im Siebenbürgen Institut befindet, herausgesucht  werden.
Festzustellen ist, dass sich bereits viele rumänische Gräber auf diesem Teil des Friedhofes befinden. Gleich nach der Wende wurden verstärkt Gräber, in den Feldern neben der Kapelle, mit großen Aufbauten, errichtet und auch im restlichen Teil des Friedhofs sind einzelne rumänische Gräber entstanden. Nach einem Einspruch der evangelischen Kirche, welche die Schirmherrschaft über diesen Teil des Friedhofes übernommen hatte und auch die Pflege durchführt, wurde später festgelegt, dass Gräber an rumänische Bürger nur mit Einwilligung der evangelischen Kirche.vergeben werden dürfen. Die Kirche beachtet bei der Bewilligung auf das Zahlen der Grabtaxe, Dauer der Pacht (Beerdigungen vor dem Jahre 1983 für immer, „pe veci“, oder nachher für 25 Jahre), bestehendes Interesse der Familie an dem Grab, durchgeführte Pflege und andre Aspekte. Sobald eine Grabstelle freigegeben wird, besteht die Bedingung, dass das neue Grab nicht höher als 30 cm sein darf. Sollte ein Grab an rumänische Bürger vergeben werden, wo ein Stein mit deutscher Inschrift existiert, darf die rumänische Inschrift nur separat angebracht werden und der deutsche Stein muss als solcher erhalten bleiben.

Bei der fotografischen  Aktion, die durch die Heimatgemeinschaft der Deutsche aus Hermannstadt e.V., dem Verein der im Ausland lebenden Hermannstädter, durchgeführt wurde, ist das Fotografieren der Grabfelder mit ungeraden und graden Zahlen getrennt durchgeführt und auch der Text getrennt verfasst worden. Demnach gibt es in dieser Dokumentation zwei Teile, eine mit ungeraden und eine mit geraden Zahlen.
Bei den Grabfeldern mit ungeraden Zahlen ist festzuhalten, dass es nicht alle Zahlen enthält.
Feld 49 gibt es nicht, die Felder 51,53,55,57 enthielten Kindergräber, welche aufgelöst wurden, Feld 69 gibt es nicht.
Die Bilder der Gräber, wurden auf  4 DVD's übertragen und sind dem Siebenbürgen Institut Gundelsheim übergeben worden. Mit Hilfe dieser Fotografien, des Textes, welcher die Gräber in den einzelnen Felder und Reihen benennt und des Friedhofregisters, nach welchem man die alphabetisch geordneten Toten nach deren Sterbejahr identifizieren kann, ist dieser Teil der fotografischen Dokumentation des evangelischen Friedhofes abgeschlossen und die Daten können für Untersuchungszwecke, oder genealogische Forschungen, aber allgemnein als Dokumentation einer deutschen Existenz in Hermannstadt, verwendet werden.

Übrig geblieben sind der evangelische Teil A jenseits der Hecke und die deutschen Gräber auf dem katholischen Teil B des Friedofes. Diese werden im Laufe des Jahres 2011 auch fotografisch erfasst und dem Siebenbürgen Institut übergeben.
Jürgen Schuster

 

 
 
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